Bewertung: LAN Airlines Boeing 787 Business Class

0

lan_airlines_787_business_class_hor_sitz_1074x582_web

Die chilenische LAN Airlines fliegt aktuell mit Boeing 787 zwischen Madrid und Frankfurt. Zwar handelte sich um einen Kurzflug von knapp drei Stunden, dennoch ergab sich einen umfassenden Einblick in das entsprechende Produkt, welches übrigens bei LAN Airlines als „Premium“ Business Class angeboten wird.

Der Check-In verlief reibungslos und unaufgeregt. Eine eigene Sicherheitskontrolle für Business- und First Class Gäste stand ebenso zur Verfügung. Mit gemischten Gefühlen machte ich mich auf den Weg Richtung Iberia Lounge. Wohlwissend das der spanische Operator, welcher den Gästen von LAN Airlines Lounge-Zutritt gewährt, nicht gerade für seine hochkarätigen Lounges bekannt ist. Allerdings sollte dies die angenehmste Überraschung der Reise sein. Die Iberia Lounge in Madrid ist absolut empfehlenswert! Nebst einem weiten Sortiment an alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken und Snacks, werden drei mal am Tag auch warme Gerichte am Buffet angeboten, unterteilt in Frühstück, Mittag-Essen und Abendessen.

Am Gate eingetroffen war schon alles für ein pünktliches Boarding organisiert. Die Trennung zwischen Economy Class und Business Class Passagiere funktionierte hervorragend. Der Flug war nahezu ausgebucht. Noch einmal erhaschte ich ein Blick von außen auf die schöne Boeing 787. Ohnehin hat LAN Airlines aus meiner ganz persönlichen Sicht eine der imposantesten Bemalungen aller Airlines.

Die Crew begrüßte landestypisch auf spanisch an der Eingangstür. Mein Sitz war in der letzten Reihe der Business Class am Fenster. Positiv aufgefallen sind mir die Möglichkeiten zur Verstautung von Gegenständen. Es ist genügend bequem zu erreichende Fächer und Ablagen vorhanden. Allerdings nichts ungewöhnliches in der entsprechenden Klasse auf einem Langstrecken-Jet. Kurz nach Einnahme des Sitzplatzes gab es auch schon den obligatorischen Welcome-Drink und ein paar Nüße. Anders als bei den Middle-East Carriern waren sie allerdings kalt.

Zeit sich die Kabine und den Sitz also genauer anzusehen. Mir viel auf das die Kabine zwar in neu wirkendem und einwandfreiem Zustand waren, nicht aber die Sitze. Diese sahen deutlich abgenutzt aus und würde ich es nicht besser wissen so könnte man glauben diese seien vom Vorgänger Modell dem Airbus A340 eins zu eins ausgebaut und hier wieder eingebaut worden. Recherchen haben aber ergeben das dies in der Tat original LAN Airlines 787 Sitze sind. Überhaupt ist das Produkt „Sitz“ keine Augenweide. Der Bildschirm befindet sich am Ende des Fußteils, allerdings ist die Bildschirmgröße derart klein das ich keine Chance habe den kleinen Menü-Text zu lesen, während ich aufrecht im Sitz verweile. Auch die Qualität der Bildschirmwiedergabe ist unterdurchschnittlich.

Vermutlich ist das Produkt dennoch konkurrenzfähig gegen die direkten Wettbewerber. Den LAN Airlines konkurriert hauptsächlich gegen Süd-Amerikanische Carrier sowie gegen Airlines in den USA. Gegen eine Fluggesellschaft aus dem mittleren Osten kann das Produkt aber definitiv nicht mithalten.

Das Kabinenpersonal machte einen guten Eindruck. Der Service war durchaus aufmerksam, allerdings auch hier mit Abstrichen. Selbst nach dem dritten Durchgang sprach das Kabinenpersonal mit mir spanisch obwohl ich davor stets auf englisch geantwortet hatte. Dies änderte übrigens auch für die darauf folgenden Durchgänge nicht. Ich bekam gerade zu das Gefühl man wollte extra nicht englisch reden. Ein wirklich willkommene Atmosphäre fühlt sich auf jeden Fall anders an.

Auf dem drei stündigen Flug wurde ein kaltes Catering per Tray-Service (Tablett) serviert. Es gab geräucherten Lachs mit einem gemischten Salat, sowie Brot und als Nachtisch einen Käsekuchen. Auf eine warme Mahlzeit oder eine Speise- und Getränkekarte wurde verzichtet. Die Qualität und die Präsentation des Caterings waren durchaus in Ordnung. Auch hier punkten die Airlines aus dem mittleren Osten wieder gegenüber einem LAN Airlines Produkt. Auf drei stündigen Flügen (z.B. im Emirates A380) wurde in der Business Class durchaus warmes Essen serviert. Dennoch empfand ich das Catering als angemessen für diesen späten Nachmittagsflug.

Weitere Informationen und Buchung: Klick hier!

ÜBERBLICK DER BEWERTUNGEN
Sitz
Catering
Crew
On Board Entertainment
Lounge
Executive Editor, Roger Hohl berichtet stets aus erster Hand. Schon seit jungen Jahren interessiert ihn die Welt der Luxus-Reisen. Er sammelt bereits seit 2006 Erfahrungen und Eindrücke im Luxus-Segment der Reisewelt. Von der Südsee über China und Asien, quer durch Europa bis nach Afrika und Amerika. Er ist stets auf der Suche nach den spektakulärsten und aussergewöhnlichsten Locations, gepaart mit dem best möglichen an Komfort und Service-Leistungen. Sein Fokus liegt dabei auf der uabhängigen und kritischen Wahrnehmung aus Sicht der anspruchsvollsten Klientel. Denn die heutige Kundschaft dieses Segments, erwartet höchste Qualität. Sein Credo (Leitspruch): Hart an der Grenze – aber stets fair!