Bewertung: Intercontinental Koh Samui

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„Do you live an intercontinental life?“ – „Yes I do!“ wäre wohl die bzw. meine Antwort. Frei nach dem Leitspruch der Intercontinental Hotels habe ich im Februar 2012 einen Lokalaugenschein vor Ort im neuen Intercontinental Resort Koh Samui in Thailand gemacht. Ich war gespannt ob das neue Hotel in der Soft-Opening-Phase bereits mit dem mir bekannten Intercontinental Standard der restlichen Welt mithalten kann.

In einer Soft-Opening-Phase hat das entsprechende Hotel bereits offen unter gewissen Voraussetzungen. Im Intercontinental Resort Koh Samui heisst dies zum Beispiel, dass das Hotel nur mit 32 Gästen gefüllt war. Total verfügt die Anlage über 79 Zimmer, Suiten und Beachfront-Villas, sowie über 7 Swimming-Pools. Ebenso wird das Personal bei einer Soft-Opening-Phase auf eine erste Probe am wirklichen Gast gestellt. Im Intercontinental Koh Samui waren indes auch das französische „Pre-Opening-Team“ omni präsent, um der Hotel Crew den letzten Schliff zu verpassen. All dies geht (zu meiner Verwunderung) sehr diskret von statten. Die Soft-Opening-Phase hat aber auch seine anderen Seiten: Und so ist wenig verwunderlich dass ausgerechnet das Fine-Dining Lokal am Strand noch nicht offen hatte, sondern erst bei der wirklichen Eröffnung am 01. April 2012 aufmacht. So ist das eben im Leben eines Luxvisor.com Redakteurs.

Lobby / Haupthaus
Die Lobby bzw. das Haupthaus ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt des kompletten Resorts und gleichzeitig auch ein markanteste Gebäude der Anlage. Hoch oben in dschungelähnlicher Dickicht steht der majestätische zwei-stöckige Gebäudekomplex mit grosser, offener „open-air“ Terasse. Das ganze Gebäude ist ohne Türen und Fester gebaut. Einzig das Restaurant verfügt über solches. Im oberen Bereich befindet sich die Lobby und die Reception, sowie eine Bar (Serene) und genügend Sitzmöglichkeiten. Ebenfalls vorhanden ist der obligatorische Internetraum welcher als „Office“ gekennzeichnet ist. Zu meiner Überraschung befinden sich riese 27 Zoll grosse Apple Computer darin. Diese sind natürlich topmodern, stylisch und hipp. Allerdings hab ich vergebens versucht mein Rückflugticket irgendwo auszudrucken. Es sind schlicht keine Drucker vorhanden. Der nette Herr an der Reception hat zum Glück sofort verstanden und ich konnte ihm, dank Blackberry meinerseits, das Ticket an den Receptionscomputer schicken. Der Ausdruck erfolte dann prompt. Technik die begeistert und das ganz ohne „Apfel“. Wer hätte das noch gedacht…

Im unteren Bereich des Haupthauses befindet sich ein „all dining“ Restaurant mit Terasse. Ebenso findet sich eine Open-Air Bar, ein Swimmingpool und diverse grosse Liegemöglichkeiten (Doppel-Betten). Seblstverständlich alles mit gigantischem Meerblick! In den Abendstunden legt wirklich jeden Abend, ein anderer DJ auf. Auffallend war, das die Qualität des DJs durchaus beachtlich ist. Hier wird nicht auf einheimische „Dorf-DJs“ zurückgegriffen sondern es waren stets internationale DJs aus England, Neuseeland und Australien. Da aber immernoch Soft-Opening-Phase ist, hat der DJ meist für sich, sein Bar-Personal und natürlich ab und an für meine Wenigkeit gespielt. Die Stimmung kam über den Siedepunkt nicht heraus! Schade, aber verständlich.

Aber gerade in diesem Bereich des Resorts, war der Intercontinental-Life-Factor gut zu spüren. Es ist ein schwer zu beschreibendes Gefühl, das aber in jedem guten Iintercontinental Hotel gleichermassen aufkommt. Man ist eben in einem Intercontinental Hotel und fühlt sich zu Hause, egal wo das Hotel steht!


Food & Beverage (Restaurant)
An diesem Punkt hätte ich gerne einen Bericht über das Fine-Dining Restaurant „Flames“ am Strand geschrieben. Leider war dieses noch nicht fertig gestellt und stand somit in der Soft-Opening-Phase noch nicht zur Verfügung. So blieb mir keine andere Wahl als das all-day-dining Restaurant „Amber“ im Haupthaus einem Test zu unterziehen.

Das „Amber“ Restaurant verfügt über eine asiatische bzw. im Speziellen thailändische Küche. Bei Ankunft im Restaurant gehört natürlich gleich mal das Personal auf die Probe gestellt mit einem nicht alltäglichen Wunsch. So wollte ich und meine Testgäste nicht im Restaurant selber oder auf dessen Terasse sitzen, sondern auf einem der Doppelbetten zwischen Bar und Restaurant auf der offenen Terasse. So lies sich gleichzeitig auch der Sonnenuntergang beobachten. Das Personal begriff aber schnell und kam dem Wunsch unverzüglich nach. Gute Arbeit!

Die Speisen waren zu meiner Überraschung weit über dem Durchschnitt eines all-day-dining Restaurants! Hier wurde ganze Arbeit geleistet. Der Service mit sehr viel Aufmerksamkeit, liebe zum Detail und stets wachsamen Personal. Da könnte noch manches europäische Lokal etwas lernen. Prädikat: Überraschend gut!

Strandbereich
Der Strandbereich ist durch einen zentralen Eingang erreichbar und ebenso direkt durch die Beachvillen. Zum Strandbereich gehört eine Bar, das noch nicht eröffnete Fine-Dining Restaurant „Flames“ sowie ein Infinity-Pool. Es stehen bequeme Liegen und Doppelbetten zur Verfügung. Der Pool-Bereich ist vom Strandbereich durch eine künstliche Steinmauer ab-gegrenzt. Die Mauer ist gerade etwas zu hoch um herunter in den Sand zu springen, sodass jedesmal bis zu den Stufen gelaufen werden muss. Das hätte sicherlich besser gelöst werden können! Optisch und organisatorisch…

Das Personal ist allerdings auch hier wieder sehr aufmerksam. Es werden automatisch die gewünschen Liegestühle bezogen, Wasser mit Eis, Zitrone oder Limette gereicht. Durch den Tag hindurch gibt es immer wieder Erfrischungen wie Früchte oder Säfte. Selbstverständlich alles auf Kosten des Hauses.

Zwei Kritikpunkte gibt es aber: Zum einen das Bar-Personal der Beachbar war etwas überfreundlich. Sprich stand zu dritt hinter der Bar und hatte krampfhaft über 30min versucht Witze zu reissen und sich mehrfach mit dem Namen vorzustellen. Asiastische Gastfreundschaft in Ehren. Aber dies war too much! Schlussendlich wurde ich auch noch genötigt eine Umfrage auszufüllen undnatürlich alle drei Namen des Personals zu notieren um sie besonders zu loben. Und dies gleich am ersten Tag. Etwas eine sehr forsche Taktik die so gar nicht „Intercontinental life“ ist.

Sport & Fitness & Spa
Selbstveständlich gibt es auch ein Fitnessbereich mit traumhaften Meerblick. Ebenso werden Mountainbikes verliehen oder auf Anfrage diverse Kurse durchgeführt. Ein Spa ist auch vorhanden, wurde von mir aber nicht getestet.

Weitere Informationen: Intercontinental Hotel Koh Samui

ÜBERBLICK DER BEWERTUNGEN
Unterkunft (Villa)
Essen
Lage
Wellness
Service (Personal)
Executive Editor, Roger Hohl berichtet stets aus erster Hand. Schon seit jungen Jahren interessiert ihn die Welt der Luxus-Reisen. Er sammelt bereits seit 2006 Erfahrungen und Eindrücke im Luxus-Segment der Reisewelt. Von der Südsee über China und Asien, quer durch Europa bis nach Afrika und Amerika. Er ist stets auf der Suche nach den spektakulärsten und aussergewöhnlichsten Locations, gepaart mit dem best möglichen an Komfort und Service-Leistungen. Sein Fokus liegt dabei auf der uabhängigen und kritischen Wahrnehmung aus Sicht der anspruchsvollsten Klientel. Denn die heutige Kundschaft dieses Segments, erwartet höchste Qualität. Sein Credo (Leitspruch): Hart an der Grenze – aber stets fair!