Interview: Anantara Siam Bangkok Hotel-Direktor Patrick Both

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Patrick Both ist ab sofort mit seiner Rolle als General Manager treibende Kraft im Anantara Siam Bangkok Hotel. Both bringt 21 Jahre internationale Hotelerfahrung mit nach Thailand. Fünf Jahre davon verbrachte er bereits als Mitglied der Anantara- Familie auf den Malediven, in Vietnam und zuletzt in Abu Dhabi. Der gebürtige Deutsche durchlief verschiedene Stationen bei Gruppen wie Hilton, Intercontinental und Langham Hotels in Deutschland, England und China.

Luxvisor Executive Editor Roger Hohl interviewte Patrick Both exklusiv zu seiner neuen Herausforderung:

Lust und Frust der Woche: Über was freuen Sie sich aktuell und was nervt derzeit?

Lange Meetings frustrieren mich, während ich mich immer auf eine Runde joggen im Lumpini Park, 10 Minuten vom Hotel, freue.

Sie sind seit wenigen Tagen im Amt. Welche Herausforderungen gibt es aktuell bzw. in den ersten Wochen zu bewältigen?

Wenn man ein Hotel übernimmt, muss man das vorhandene Team für sich gewinnen. Man muss Schwächen und Stärken kennen lernen und diese ausbalancieren. Da ein Hotel immer sehr personalintensiv ist, ist es immer wichtig die richtige Person am richtigen Arbeitsplatz zu haben.

Was unterscheidet ihr Hotel besonders von den anderen 816 in Bangkok?

Oft wird das Hotel als Grand Dame von Bangkok bezeichnet, da es bereits seit 33 Jahren existiert und viele bekannte Persönlichkeiten als Gast hatte. Anantara Siam ist vor allem wegen seiner Lobby sehr bekannt. Hier trifft sich die High Society von Bangkok zum Afternoon Tea und man trifft oft die eine oder andere Bekanntheit.

Auch hat das Hotel hervorragende Restaurants, allen voran Biscotti welches vor kurzem als bestes Italienisches Restaurant in Bangkok bei Tatler ausgezeichnet wurde. Kulinarisch gelten wir als eine Hochburg, so ist auch unser Sonntag Champagner Brunch einer der besten in Bangkok.

Zu erwähnen sind auch die 700 Quadratmeter Seidenmalereien die in der Lobby verwendet wurden und als solches das Hotel eigenartig machen. Auch sind wir das einzige Hotel das so zentral gelegen hat und mit unseren sehr großzügigen Pool einen Resort-Charakter hat.

Funktioniert der Betrieb eines Hotels in asiatischen Ländern anders wie in Europa? Wenn ja, wo liegt der Unterschied?

Das Hotelgeschäft ist ähnlich wie in Europa, jedoch muss man sich auf die kulturellen Unterschiede zwischen Thailand und Deutschland einstellen. Das ist vor allem in der Mitarbeiterführung anspruchsvoll.

Wo befindet sich das Hotel derzeit wirtschaftlich und wo wollen Sie strategisch in Zukunft hin?

Wir hatten ein sehr gutes erstes Quartal in 2016. In der Zukunft konzentrieren wir uns zusätzlich darauf, Hochzeiten als auch Tagungs– und Veranstaltungsgruppen in das Hotel zu bringen.

In welchem Preis-Bereich findet sich das Anantara Siam Bangkok Hotel?

Das Anantara Siam ist ab Euro 170 die Nacht zu haben.

Was macht der überwiegende Anteil Ihres Klientel aus? Geschäftsreisende oder Urlauber?

Es hält sich die Waage, 50% Geschäftsreisenden, 50% Urlauber.

Welches Hotel auf der Welt schätzen Sie besonders (privat)?

Eines der schönsten Hotels in dem ich je übernachtet habe, war das Prestonfield in Schottland, das kann ich neben dem Anantara Siam nur empfehlen.

Sie haben an vielen unterschiedlichen Orten der Welt gelebt und gearbeitet. Von den UAE über die Malediven, China bis Vietnam und nun Thailand. Wo hat es Ihnen am besten gefallen und warum?

Bangkok ist sicher einer der aufregendsten Städte in denen ich jemals gearbeitet habe. Vor allem die Vielseitigkeit der Stadt ist außergewöhnlich. Was auch immer Sie suchen, können Sie in Bangkok finden.

Sie haben eine beachtliche Karriere hingelegt und diverse Awards ergattert. Was raten Sie aufstrebenden, jungen Management-Nachwuchs Hotel-Kräften für Ihre Karriere? Auf was kommt es an?

Wer es in der Hotellerie zu etwas bringen möchte, muss akzeptieren das Privat – und Berufsleben sich nicht trennen lässt. Es gibt keine Work – Life Balance und es geht kein Weg an harter Arbeit und langen Arbeitstagen vorbei. Ganz wichtig ist das man Spaß bei der Arbeit hat.

Person Patrick Both

  • Alter: 39 Jahre alt
  • Geburtsort: Mainz (D)
  • Ausbildung: Hotelkaufmann und studiert in Heidelberg zu Hotelbetriebswirt
  • Hobbys: Fitness Studio und Restaurants
  • Familienstand: Verheiratet mit einer Tochter

Weitere Informationen: Klick hier!

Executive Editor, Roger Hohl berichtet stets aus erster Hand. Schon seit jungen Jahren interessiert ihn die Welt der Luxus-Reisen. Er sammelt bereits seit 2006 Erfahrungen und Eindrücke im Luxus-Segment der Reisewelt. Von der Südsee über China und Asien, quer durch Europa bis nach Afrika und Amerika. Er ist stets auf der Suche nach den spektakulärsten und aussergewöhnlichsten Locations, gepaart mit dem best möglichen an Komfort und Service-Leistungen. Sein Fokus liegt dabei auf der uabhängigen und kritischen Wahrnehmung aus Sicht der anspruchsvollsten Klientel. Denn die heutige Kundschaft dieses Segments, erwartet höchste Qualität. Sein Credo (Leitspruch): Hart an der Grenze – aber stets fair!