Bewertung: Swiss (Helvetic) Fokker100 Business Class

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Wo fliegen noch persönlich ist: Auf dem Swiss Flug von Budapest nach Zürich, war Helvetic Airways mit ihrer Fokker100 die ausführende Airline. Es sollte wieder einmal ein ganz besonderer Flug werden, obwohl das durchaus bekannte Swiss bzw. Helvetic Produkt ohnehin schon – Klassen unabhängig – ganz vorne mitspielt.

Web-Check-In und Fast Track Security

Der Web-Check-In für Sitz 1A verlief problemlos. Etwas schwieriger war die Fast Track Security am Flughafen Budapest. Die ältere Dame welche die Tickets kontrollierte für die Fast Track Linie (z.B. Business Class Status) wollte meine mobile Bordkarte erst nicht akzeptieren. Sie sehe nirgends das ich Business Class gebucht bin. Bei Klasse stand lediglich „C“ (für Business Class), das wiederum sagte ihr aber nichts und meine drei minütige Erklärungsstunde, fruchtete ebenso wenig. Ich bat sie dennoch das Ticket bzw. der Bar-Code zu scannen. Sie war aber derart nervös und hatte eine unruhige Hand, das der Bar-Code nicht lesbar war für den Scanner. Ich legte mein Mobiltelefon auf den Tresen und bat sie es nochmal in aller Ruhe zu versuchen. Siehe da… „Sesam öffne Dich“, der Weg war frei zur Fast Track Security und ich lies eine durchaus irritierte Security Dame hinter mir.

Business Class Boarding

Für die Lounge blieb einmal keine Zeit, das Boarding würde in wenigen Minuten beginnen. Am Gate angekommen boardete ich dank dem Pre-Boarding für Business Class Gäste als einer der ersten. Das Flugzeug stand auf einer Außenposition (Remote Stand). Der Passagierbus war unterteilt. Ein Drittel war für die sechs Business Class Gäste reserviert, durch einen eigenen abgesperrten Bereich und eigenem Ein/Ausstieg.

Am Flugzeug angekommen, durften wir standesgemäß als erstes boarden. Eine freundliche Begrüßung durch die Kabinenbesatzung gefolgt, fand ich doch relativ zügig den Sitzplatz 1A, in der ersten Reihe. Wenige Minuten später waren alle an Bord der Helvetic Fokker100. Die Sitzkonfiguration ist 2 – 3. In der Business Class bleibt aber in der 2er Reihe der Sitz daneben frei, in der 3er Reihe bleibt der Mittelsitz frei. Als erstes gab es zur Begrüßung das obligatorische Mineralwasser und Erfrischungstuch. Immer freue mich immer wieder über diese nette Aufmerksamkeit von Swiss.

Ansage des Captains

Wenig später meldete sich der Kapitän und ich staunte nicht schlecht als dieser erst einmal den Passagieren dankte, das sie pünktlich an Bord sind. Aus leider Erfahrung weiß ich das dies nicht selbstverständlich ist. Umso schöner das jemand diesen Dank auch endlich einmal ausspricht! Leider war an diesem Abend der Luftraumsektor über Wien – wie öfters einmal – überfüllt, sodass gute 40 Minuten Verspätung vorausgesagt wurde. Die Passagiere nahmen es mit gemischten Gefühlen auf. Das wusste einmal mehr wohl auch der Kapitän und ich staunte innert Minuten bereits zum zweiten mal über ihn bzw. seiner Besatzung. Er kam persönlich in die Kabine und verteilte als Entschuldigung die typische Schweizer Schokolade im Swiss Branding. Gleichzeitig beantworte er ruhig und gelassen Fragen von besorgten Passagieren über ihre Anschlussflüge in Zürich. Wahnsinn! Solche Feinheiten können sich manche Airlines – auch hier in Europa – noch abschauen.

On Board Service und Catering

Kaum in der Luft, ging es auch schon los mit dem bekannten Swiss Service. Es gab auf diesem Abendflug einen wunderbaren Wildlachs auf Couscous, Salat, frischem Brot und Schweizer Käse. Sowie ein kleines Panna Cotta zum Nachtisch. Einfach herrlich diese stetig herausragende Qualität auf einer europäischen Kurzstrecke.

Sitz und Komfort der Helvetic Fokker100

Zugegeben die Sitz ein der Fokker100 sind nicht mehr nach heutigem „State of the Art“, allerdings auch nicht weiter störend auf der Kurzstrecke. Die Fokker100 ist und bleibt ein VW Golf und fliegt zuverlässig und vor allem leise im vorderen Kabinenbereich. Die Triebwerke sind hinten am Rumpf angebracht. Je weiter vorne man sitzt, desto weniger hört man. Ich behaupte, ich habe auf Reihe 1 gar kein Triebwerk gehört. Weder das hochspulen beim Anlassen noch das hochfahren beim Start. Ein leises und sanftes dahingleiten. Das genieße ich immer wieder an Bord der Fokker100.

Landung und Business Class Service bei Ankunft

Als wollte die Crew ihre Spitzenleistung noch toppen, landeten wir mit fünf Minuten Verspätung in Zürich, anstatt mit den vorausgesagten 40 Minuten. Selbstredend stand auch der Kapitän wieder bei der Verabschiedung in der Türe und sagte jedem Passagier einzeln auf Wiedersehen. Sofern sich – wie in meinem Fall – das Flugzeug auf einer Außenposition (Remote Stand) in Zürich befindet, steht den Swiss Business Class Passagier ein eigener kleiner Business Class Bus zur Verfügung, der die Gäste als erstes sofort zum Terminal fährt. Das spart nochmal wertvolle Zeit. Einfach hervorragend gelöst!

Fazit: Swiss operated by Helvetic – Wo fliegen eben noch persönlich ist!

ÜBERBLICK DER BEWERTUNGEN
Sitz
Catering
Crew
BILD COPYRIGHTHelvetic Airways (Titelbild)
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Executive Editor, Roger Hohl berichtet stets aus erster Hand. Schon seit jungen Jahren interessiert ihn die Welt der Luxus-Reisen. Er sammelt bereits seit 2006 Erfahrungen und Eindrücke im Luxus-Segment der Reisewelt. Von der Südsee über China und Asien, quer durch Europa bis nach Afrika und Amerika. Er ist stets auf der Suche nach den spektakulärsten und aussergewöhnlichsten Locations, gepaart mit dem best möglichen an Komfort und Service-Leistungen. Sein Fokus liegt dabei auf der uabhängigen und kritischen Wahrnehmung aus Sicht der anspruchsvollsten Klientel. Denn die heutige Kundschaft dieses Segments, erwartet höchste Qualität. Sein Credo (Leitspruch): Hart an der Grenze – aber stets fair!

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